Endoskop und Videoskope

Als 1806 Phillip Bozzini, ein Arzt aus Frankfurt, die erste Version von einem starren Endoskop
entwickelte, wusste er bestimmt nicht, dass das der Anfang einer Revolution in der Medizin war, die in den nächsten Jahrhunderten immer weiter entwickelt wurde.
1879 begründete der Dresdner Arzt Maximilian Nitze das erste starre Endoskop, welches in der heutigen Bauart konzipiert war und zum ersten Mal wirklich brauchbar war.

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1958 folgte dann das flexible Endoskop, mit dem noch mehr Möglichkeiten offen standen, denn nun konnte man fast alle inneren Organe von außen auf Krankheiten untersuchen. Es folgten noch etliche weitere Formen, die alle auf bestimmte Bereiche des körpers abgestimmt waren. Das Endoskop ist also ein Gerät, mit dem es möglich ist das Innere eines lebenden Organismus und technische Hohlräume zu untersuchen und sogar zu manipulieren.

Zusätzlich kann man mit Hilfe von einem Endoskop Gewebeproben des erkrankten Organismus entnehmen und im Labor zu untersuchen. Durch ein Endoskop kann man beispielsweise frühzeitig ein Magen- oder Darmgeschwür erkennen und dagegen vorgehen.
Zusätzlich kann man ein Endoskop aber auch zur Einsicht schwer zugänglicher Hohlräume in der Industrie verwenden, obwohl das Endoskop ursprünglich für humanmedizinische Zwecke Entwickelt wurde.

Ein Endoskop setzt sich aus drei wesentlichen Komponenten zusammen. Das wäre die Licht-
quelle, der Lichtleiter und natürlich das Endoskop selbst. Als Lichtquellen für ein Endoskop ist eine so genannte Xenon-Lampe notwendig. Da diese allerdings extrem warm werden kann ist ein aktuelles Endoskop mit einem Lichtstärkeregulator und einem Ventilator ausgestattet.

Als Lichtleiter für ein Endoskop werden ausschließlich Glasfasern verwendet. Bei einem Faserdurchmesser von 7 bis 10µm können bis zu 42.000 Fasern aufgebaut sein. Diese enorme Anzahl an Glasfaserlichtleiter ergibt eine Auflösung von 42.000 Pixeln. Mittlerweile werden vermehrt so genannte Videoskope verwendet, die mit einem CCD-Chip funktionieren.
Zusätzlich gibt es auch Lichtleiter, welche das Licht mithilfe eines Gels als Transportmedium leiten können.

Das Endoskop gibt es in verschiedenen Durchmessern und dazu zählen starre und flexible. Man unterscheidet auch noch einige Unterarten, aber der gebräuchliche Durchmesser für ein starres Endoskop liegt bei etwa 1,6 bis 10 mm. Bei einem flexiblen Endoskop liegt der Durchmesser bei rund 0,5 bis 12 mm.