Vaterschaftstest vertauscht

Mittlerweile ist es ja bekannt, dass immer mehr Männer einen Vaterschaftstest machen lassen. In der Regel läuft dies so ab, dass DNA-Proben von dem betroffenen Kind und Proben von dem betroffenen Mann entnommen werden und diese durch so genannte DNA-Marker miteinander verglichen werden. Der Vaterschaftstest versucht also herauszufinden, ob die DNA-Marker des Kindes und die des Vaters zusammen passen. Das Kind hat Gene der Mutter und des Vaters und somit lässt sich herausfinden ob man der Vater eines Kindes ist oder nicht. Wenn es nicht gerade ein so genannter heimlicher Vaterschaftstest ist, sondern es dabei um eine Vaterschaftsanfechtungsklage geht, die herausfinden soll, ob man nun Unterhalt zahlen muss oder nicht, kann dies sehr wichtig sein. Es ist wirklich sehr einfach Vater zu werden, aber diesen Titel wieder loszuwerden, wenn man gar nicht der Vater ist, ist ganz schön schwer.

Leider passiert dies immer öfter und somit gehört dies bei den Laboren, die einen Vaterschaftstest durchführen, mittlerweile schon zum Alltag. Da kann es schon mal passieren, dass ein Vaterschaftstest mit einem anderen vertauscht wird. Natürlich passiert dies nicht ständig, aber es kann passieren. Wer weiß, ob es nicht schon mal vorgekommen ist? Der Vaterschaftstest vertauscht. Wohl eine Haarsträubende Vorstellung, denn hier geht es um Unterhalt, den man wohl über viele Jahre hinweg zahlen muss. Man hat also als Mann gewisse Zweifel an der Vaterschaft und geht vor Gericht, oder eine Frau bezichtigt einen Mann der Vater ihres Kindes zu sein und geht vor Gericht. Wenn nun ein Vaterschaftstest durchgeführt wird und positiv ausfällt muss der Mann Unterhalt zahlen und das nicht zu wenig. Dabei kann dieser Test auch vertauscht worden sein und es fällt nie auf.

Auch wenn der Mann irgendwann wieder einen Vaterschaftstest machen lassen würde, natürlich einen heimlischen, denn vor Gericht wird er es wohl nicht mehr schaffen, und sich herausstellt, dass er doch nicht der Vater des Kindes ist, muss er Unterhalt bezahlen. Heimlische Vaterschaftstests zählen nicht als Beweis. Vielleicht hat man ja einen guten Anwalt, der es doch nochmal vor Gericht schafft. Wenn nicht muss man sehr viele Jahre sehr viel Geld an ein Kind bezahlen, das gar nicht sein eigenes ist. Dies ist allerdings, das hoffen wir mal alle zumindest, eher die Ausnahmen, wenn man sich einen Vaterschaftstest machen lässt, um endlich die Gewissheit zu haben.