Terrarien

In Terrarien werden Tiere oder Pflanzen gehalten. Sie bestehen meist aus Glas oder Kunststoff und sind von mindestens einer Seite einsehbar. Die Terrarianer, so werden die Betrieber von Terrarien genannt, versuchen den natürlichen Lebensraum der Tiere und Pflanzen auf kleinerem Raum möglichst authentisch nachzustellen. Im Gegensatz zu einem Aquarium, ist in Terrarien jedoch immer ein gewisser Landteil vorhanden. Besonders wichtig ist eine angepasste Klimatisierung, denn meistens werden in Terrarien Lebewesen gehalten, die aus tropischen oder subtropischen Regionen kommen. Temperatur, Luftfeuchte und Beleuchtung müssen gesteuert werden, wobei dies auch ihre natürlichen täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen einschließt.

Beliebte Terrarien-Pflanzen sind zum Beispiel Kakteen, Orchideen und Wasserpflanzen. Sie werden entweder in einem reinen Pflanzenaquarium oder zusammen mit Tieren, wie zum Beispiel Reptilien, Amphibien oder Insekten.

Terrarien müssen sowohl die Ansprüche der darin gehaltene Lebewesen, als auch die der Halter erfüllen. Dieser sollte sich jedoch bewusst sein, dass im Vordergrund steht, die Tiere artgerecht und unter den richtigen Bedingungen zu halten. Besonders beim Thema Dekoration gilt also: Weniger ist manchmal mehr.

Je nach Besatz unterscheidet man im Allgemeinen verschiedene Kategorien von Terrarien: Feucht-, Halbfeucht-, Trocken- und Aquaterrarien. Diese Einteilung erfolgt wie unschwer zu erkennen ist an Hand der Luftfeuchte in den Terrarien. Daneben muss aber auch die Temperatur an den natürlichen Lebensraum der Tiere und Pflnzen angepasst werden. Hierbei ist zu bedenken, dass Reptilien und Amphibien wechselwarme Tiere sind, die nur bei ausreichend hohen Temperturen aktiv sein können. Das heißt also, dass sie tagaktiv sind und in der Nacht ruhen. Es gilt auch zu beachten, dass einige dieser Tiere Winterruhe halten.
Die Temperatur wird normalerweise über die Beleuchtung der Terrarien geregelt. Die richtigen täglichen und jahreszeitlichen Temperaturverläufe sind für die Terrarien-Bewohner sehr wichtig. So dürfen die tageszeitlichen Temperaturschwankungen bei Bewohnern der tropischen Breiten nur gering sein, während Tiere aus Wüsten und Gebirgsregionen größere Temperaturschwankungen mit relativ niedrigen Nachttemperaturen brauchen.

Die Kosten für ein Terrarium sind abhängig von Größe und Besatz. Die Anschaffung eines Reptils kostet zwischen 70 und 100 Euro, je nach Größe und Art. Besonders exotische Arten können jedoch auch erheblich teurer sein.
Insekten und Amphibien sind dagegen etwas preisgünstiger, sie sind schon für etwa 20 Euro zu haben. Aber auch hier gilt: Je größes und exotischer das Tier, desto teurer die Anschaffung.
Dies gilt natürlich auch für die Terrarien selbst. Ein kleines Standardterrarium für kleinere Tiere kostet etwa 180 Euro. Hinzu kommen Kostenfür Heizung, Beleuchtung, Bepflanzung und Dekoration.