Rund um die Visitenkarten

Genau genommen ist die Visitenkarte schon sehr alt, denn schon früher hat man diese Form gewählt um einen Besuch der eigenen Person anzukündigen. Man übergab sie der Empfangsdame oder dem Butler, die sie dann an den eigentlichen Hausherren weiter gaben. In der Regel wurde die Visitenkarte auf ein silbernes Tablett gelegt. Man knickte sie in einer bestimmten Form um zu signalisieren welche Art von Besuch es ist. Bei Zeremonien oder festlichen Veranstaltungen diente die Visitenkarte zur Ankündigung eines Gastes. Da es sich dabei immer um einen Besuch handelte kam der Name Visitenkarte zustande.

Heutzutage benutzt man sie hauptsächlich im Berufsleben. Der Tausch von einer Visitenkarte kommt in den meisten Fällen vor allem bei Konferenzen, Messen oder bei jedem Erstkontakt zwischen möglichen Geschäftspartnern vor. Dies dient dem Zweck dem Gegenüber diskret die eigene Position in einem Unternehmen mitzuteilen. In der Regel enthält eine Visitenkarte die Adresse und die Telefonnummer einer Person. Weniger üblich sind Fotos. Wenn es um das Geschäft geht findet man meist noch das Firmenlogo, sowie den Titel und die Funktion einer Person innerhalb des Unternehmens. Manchmal befinden sich sogar Slogans oder andere Mittel zur Eigenwerbung auf der Visitenkarte.

Beim Gestalten einer Visitenkarte sollte man allerdings die Regel befolgen: Weniger ist manchmal mehr. Vor allem von einer marktschreierischen Gestaltung sollte man eher absehen. Oft wird dies als zu aufdringlich und unseriös empfunden. In Japan gibt es sogar eine feste Regel, wie man eine Visitenkarte zu übergeben hat. Des Weiteren sind sie von Flyern, die im Format einer Visitenkarte gedruckt werden abzugrenzen. Diese beinhalten nämlich Informationen zu einer Veranstaltung oder zu einem Event. Sie übermitteln keine persönlichen Kontaktdaten.

Früher wurde die Visitenkarte von einem einem so genannten Kupferstecher hergestellt und gedruckt. Mittlerweile werden Offset-, Digital- oder aber auch im Siebdruckverfahren gedruckt. Aufbewahrt wird eine Visitenkarte in ganz spezielle Mappen, die dafür vorgesehen sind und in so genannten Rotationskarteien. Da wir uns allerdings im Zeitalter des Computers befinden, wird es auch immer üblicher eine Visitenkarte einzuscannen damit man die Daten einer Person sofort auf einem Computer abrufbar hat. Alles in allem hat die Visitenkarte eine lange Reise hinter sich gebracht und es vom silbernen Tablett bis auf die Festplatte von einem Computer geschafft.