Zuführsysteme in modernen Industrieanlagen.

In der Industrie werden heutzutage immer öfter oder eigentlich so gut wie nur noch, einzelne Teile verarbeitet, sortiert und zu einem einzigen Produkt zusammen gesetzt. Und das in den meisten Fällen voll automatisch. Damit das allerdings auch alles so klappt wie es soll, gibt es so genannte Zuführsysteme. Diese Zuführsysteme dienen dazu, dass die Teile, die benötigt werden, auch alle da ankommen, wo sie hingehören. Im Gesamten bestehen allerdings solche Zuführsysteme aus einzelnen Techniken und Methoden, die dann alle ein großes Ganzes ergeben. Dazu gehört auch beispielsweise die Kommissionierung.

Die Zuführsysteme von Heute müssen alle ganz genau berechnet werden, denn sonst funktioniert so gut wie gar nichts. Dabei gibt es die so genannte Kommissionierzeit. Diese berechnet sich aus vielen unterschiedlichen Faktoren. Als erstes steht bei einem Zuführsystem die so genannte Basiszeit. Dies ist die Zeit zum Aufnehmen und Ordnen der Aufträge, der Zugriff zum Kommissioniergerät und gibt Zeit der Abgabe des Kommissioniergerätes an einem Sammelpunkt an. Des Weiteren gibt es bei einem Zuführsystem die Wegzeit, die angibt wie viel Zeit vergeht zum Erreichen der einzelnen Stationen, die man benötigt um einen Auftrag zu beenden. Übrigens ist dies die längste zeit bei einem Zuführsystem.

Weiter gehts mit der Greifzeit. Moderne Zuführsysteme entnehmen Artikel und Teile, die sie benötigen zum Beispiel aus Regalen. Die Greifzeit ist die Zeit, die die Zuführsysteme brauchen um einen Artikel zu entnehmen und ihn daraufhin, falls notwendig, in einen Behälter abgibt. Als nächstes wird die Totzeit berechnet, wobei es sich um die Zeit handelt, die angibt wie lange man für vor- und nachbereitende Tätigkeiten zur Entnahme benötigt. Die Totzeit unterscheidet sich nämlich nochmals bei vielen Zuführsystemen in vorbereitend und nachbereitend. Als vorbereitend wird zum Beispiel das Suchen des Lagerplatzes und das Vergleichen der Position mit dem im Fach befindlichen Artikel bezeichnet. Nachbereitend ist das Kontrollieren, das Wiegen der entnommenen Artikel, das Zählen und das Quittieren der Entnahme.

Die Kommissionierzeit bei einem Zuführsystem besteht allerdings aus noch einer Variablen, die ebenfalls berechnet werden muss. Dabei handelt es sich um die so genannte Verteilzeit, in der nicht produktiv gearbeitet wird. Diese Verteilzeit wird ebenfalls gegliedert in sachliche Verteilzeit und in persönliche Verteilzeit. Alles in allem muss man also immer alles berechnen, wenn Zuführsysteme richtig und effektiv arbeiten sollen.