Beitragsbemessungsgrenze

Published by admin on Friday, January 16, 2009 - 18:11:48

Die Höhe der Beiträge für die private Krankenversicherung wird anhand von Faktoren wie dem Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss, seinem Geschlecht, dem von ihm gewünschten Leistungsumfang und dem Risiko, das seine Aufnahme für die Versicherung bedeutet, ermittelt.

Im Gegensatz dazu ergibt sich die Beitragshöhe für die gesetzliche Krankenversicherung aus dem Einkommen, das bedeutet, der Versicherte zahlt einen bestimmten Prozentsatz, den sogenannten Beitragssatz, seines monatlichen Einkommens als Beitrag an die GKV statt der PKV. Eine wichtige Größe ist dabei die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Diese wird jedes Jahr an Anlehnung an das Niveau der Bruttolöhne von Arbeitnehmern neu festgelegt und benennt den Betrag, der für die Berechnung des maximalen Höchstbeitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung maßgeblich ist.

Anders ausgedrückt bedeutet das, dass die Beitragsbemessungsgrenze das maximale Einkommen festlegt, bis zu dem Beiträge berechnet werden und der daraus ermittelte Beitrag ist der höchste Beitrag, den ein gesetzlich Versicherter zu entrichten hat. Übersteigt das Einkommen eines Versicherungsnehmers die Beitragsbemessungsgrenze, gilt für ihn dennoch der zu Jahrebeginn festgelegte Höchstbeitrag, unabhängig davon, wie hoch der Betrag ist, um den sein Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt. Allerdings darf die Beitragsbemessungsgrenze nicht mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt werden. Die Pflichtversicherungsgrenze legt die Einkommenshöhe fest, die darüber entscheidet, ob der Versicherungsnehmer Pflichtmitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist oder zwischen einer freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung wählen kann. Heute stimmt die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze nicht mit der Höhe der Versicherungspflichtgrenze überein.

Die unterschiedlichen Höhen dieser Beträge haben den Hintergrund, dass der Gesetzgeber das Ziel verfolgt, die Anzahl der Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen zu erhöhen oder zumindest konstant zu halten, um damit den finanziellen Problemen der gesetzlichen Krankenkassen entgegenzuwirken. Dies ist deshalb möglich, da die GKV nach dem Umlageverfahren arbeitet. Diejenigen, die über ein höheres Einkommen verfügen, bezahlen höhere Beiträge und gleichen damit die Kosten, die Versicherte mit geringem Einkommen oder kostenfrei Versicherte verursachen, aus.